Sektion Niederösterreich - Geschichte 1987 bis 2002

 

Die Geschichte der Sektion Niederösterreich ist so kurz wie turbulent, ist die Sektion doch neben der Sektion Wien die jüngste Sektion in dem seit nunmehr 100 Jahren bestehenden ÖDHK.

 

Die Gründung erfolgte am 14. Oktober 1987. Durch Wahl wurde Herr Ernst Graf Wurmbrand-Stuppach zum ersten Sektionsobmann bestellt.

 

Er stand der Sektion bis 1993 vor, war bei den Mitgliedern durch seine verbindliche Art sehr beliebt und durch sein Fachwissen geschätzt. In diesem Zeitraum wurde er auch zum Leistungsrichter bestellt. Seit 1993 leitet Frau Mf Zeiler die Sektion.

 

Ursprünglich bildeten sich bereits 1984 drei Arbeitsgruppen in Niederösterreich um den Bedarf an jagdlicher Ausbildung. Pfostenschauen, Gehorsamskursen und Klubabende der damals über 400 Mitglieder des "Stammklubs" (räumlich das Gebiet Wien und Niederösterreich) abzudecken. Es waren dies die

 

Die Arbeitsgruppe Dunkelsteinerwald unter der Leitung von Frau Gertrude Pölzgutter; gemeinsam mit Herrn OFö Walter Rosenmayer betreuten sie die Mitglieder um Krems und im Waldviertel. Anlagenprüfungen ober und unter der Erde (Kunstbau und Fährtenrevier Göttweig), Vollgebrauchsprüfungen und die erste Spezialschweißprüfung - die Dunkelsteinerwaldsuche - waren der Schwerpunkt der Arbeitsgruppe die bis 1992 bestand. Das Revier steht uns dankenswerterweise durch Herrn OFö Walter Rosenmayer auch heute noch immer für Anlagenprüfungen ober und unter der Erde und Hauptprüfungen zur Verfügung.

 

Die Arbeitsgruppe Steinfeld unter der Leitung von Herrn Johann Warschitz begann mit Klubabenden in Tattendorf, Gehorsamkursen in Traiskirchen und auch mit der Abhaltung von Anlagenprüfungen ober und unter der Erde im Revier Gruberau - zum Teil auch in Heiligenkreuz - und jährlichen Pfostenschauen; bis 1997 hatte die Arbeitsgruppe auf Grund des breiten Angebotes sehr regen Zuspruch und führte die Veranstaltungen regelmäßig durch.

 

Die Arbeitsgruppe Anninger  unter der Leitung von Frau Zeiler verstand sich vom Beginn an als jagdlich orientierte Gruppe und ermöglichte durch Kontakte zu Revierinhabern die Abhaltung einer Vielzahl von Spurlautprüfungen und Hauptprüfungen (die erste NBP in Puchberg bereits im Jahr 1985).

 

Wenig später wurde im Revier von Herrn Graf Wurmbrand-Stuppach eine Kunstbauanlage errichtet, die bis heute noch für die Anlagenprüfungen zur Verfügung steht, ebenso wurden und werden in diesem Eigenjagdrevier in der Rosalia Vollgebrauchsprüfungen abgehalten. Klubabende und Pfostenschauen waren bei den Mitgliedern des südlichen Burgenlandes sehr beliebt. Die Arbeitsgruppe besteht wohl heute noch, ist aber derzeit stillgelegt.

 

Alle Aktivitäten der früheren Arbeitsgruppen werden derzeit von der Sektion Niederösterreich des ÖDHK wahrgenommen.

 

Die derzeitige Situation:

 

Aufgrund der Größe der Sektion und der Mitgliederzahl sowie der Zusammensetzung aus Jägern (mehr als die Hälfte) und Dackelliebhabern allgemein, bieten wir eine Vielzahl von Veranstaltungen sowohl zur Förderung der Rasse in jeder Hinsicht wie auch zur Betreuung der Mitglieder an.

 

 

Klubabende werden monatlich alternativ in Klosterneuburg und Baden abgehalten; sie dienen neben dem geselligen Beisammensein auch durch Fachvorträge der Weiterbildung in allen Bereichen der Hundezucht, Gesunderhaltung unserer Vierbeiner, Belangen des Klubs und dem Gedankenaustausch aller Dackelliebhaber.

 

Ausstellungswesen: Niederösterreich beherbergt eine Vielzahl von Züchtern der verschiedenen Rassevarietäten des Dachshundes, daher ist es logisch, dass die Beteiligung an den diversen Ausstellungen des ÖKV groß ist.

 

Alle Hunde die seit der Gründung der Sektion nicht nur sehr erfolgreich an Ausstellungen teilgenommen haben, sondern auch hohe und höchste Titel - ÖJCH, ÖCH, CIB - errungen haben aufzuzählen, würde den Rahmen des Beitrages sprengen.

 

Stellvertretend für diese seien einige Zwinger genannt, die auch heute noch aktiv sind:

 

Für Kurzhaar-Zwerg:

Herr und Frau Warschitz Zwinger "vom Rehfing" und "vom Löwen von Aspern"

 

Für Langhaar-Zwerg und Kaninchen:

Familie Huspeka, Zwinger "vom Herbstwind"

Herr Walter Czibula, Zwinger "vom Rainerschlössl"

 

Für Langhaar-Standard:

 

Herr Mf Karl Gesperger, Zwinger "von Wildungsmauer"

 

Für Rauhhaar-Zwerg und Kaninchen:

 

 

Herr Walter Czibula, Zwinger "vom Rainerschlössl"

 

Für Rauhhaar-Standard:

 

Frau Silvia Heinz, Zwinger "vom Tannenwichtl"

Herr Gerhard Held, Zwinger "vom Schirgenwald"

Frau Renate Lang, Zwinger "vom Luftschloss"

Frau Waltraud Warschitz, Zwinger "vom Rehfing"

Frau Mf Erna Zeiler, Zwinger "vom Fittibaldi"

 

Natürlich gibt es noch eine ganze Anzahl von Züchtern, die ihre Hündin einen oder zwei Würfe machen lassen und so kommt jährlich eine ansehnliche Welpenanzahl aus unserem Bundesland zur Eintragung in das ÖHZB.

 

Darüber hinaus hat die Sektion in ihrem nunmehr 14-jährigen Bestehen bereits drei Mal die Klubsiegerzuchtschau des ÖDHK, und zwar in den Jahren 1989, 1996 und zuletzt 2001, jeweils in Baden mit durchschlagendem Erfolg ausgerichtet. Sowohl vom Ambiente - einmal in der Veranstaltungshalle in Baden, zwei Mal auf dem Gelände des Trabrennvereins - als auch von der Meldezahl waren diese Veranstaltungen ein Meilenstein in der Geschichte des ÖDHK.

 

Die Abhaltung einer derartigen Großveranstaltung an der rund 100 Hunde teilnehmen, ist wohl nur mit der Mitarbeit zahlreicher Helfer zu bewältigen, und dafür sowie an der Mitarbeit bei der Vorbereitung zu den jagdlichen Übungen und Prüfungen, bedanke ich mich bei allen Damen und Herren die es ermöglichen, ein derart dichtes Programm im Ausbildungs-, Prüfungs- und Aussellungswesen mit und für unsere Hunde durchzuführen.

 

Jährlich abgehaltene Pfostenschauen - derzeit in Sooss - sollen vor allem die Junghundebesitzer an das Ausstellungsgeschehen gewöhnen und den Züchtern einen Überblick über ihre Bemühungen geben, den rassetypischen Dachshund zu züchten und vorzustellen.

 

Gehorsamskurse bieten wir seit fünf Jahren für Dachshundliebhaber an, die mit ihren Hunden nicht jagdlich arbeiten wollen, aber trotzdem eine Grundausbildung zum folgsamen Begleithund absolvieren möchten. Die Kurse finden im Frühjahr am Abrichteplatzdes Vereins für Hundefreunde in Klosterneuburg/Weidling statt und seit heuer in Sooss. Dabei soll der Dackelbesitzer neben den üblichen Kommandos zur Gehorsamserziehung auch das Eingehen auf Umweltverhalten (Geräusche, Störungen) mit seinem Hund erlernen. Eine kleine interne Abschlussprüfung am Kursende zeigt, was gelernt wurde. Nunmehr ist auf unser Bestreben die erste Prüfung zur BGH (Begleithundeprüfung) vorgesehen - vorausgesetzt die Prüfungsordnung wird in der nächsten Gesamtvorstandssitzung genehmigt.

 

Jagdliche Belange: Aus der geografischen Lage des größten Bundeslandes ergibt sich eine breite Palette für den jagdlichen Einsatz unserer Dackel: von den Gebirgsjagden um den Schneeberg, Rax und Ötscher, über Waldreviere des Wechsels, Rosalia und Leithagebirge, den Ausläufern des Wienerwaldes bis zu den Niederwildrevieren im Osten findet der Dachshund als Schweiß-, Stöber- oder Bauhund Verwendung.

 

Mehr als die Hälfte der Mitglieder in unserer Sektion sind Jäger, aber natürlich wird der Dackel auch im städtischen Bereich als Begleit- und Familienhund gehalten. Ebenso breit ist daher das Angebot der Sektion zur jaglichen Ausbildung durch Übungstage, Abhalten von Anlagenprüfungen ober und unter der Erde. Hauptprüfungen ober und unter der Erde. Vor allem unsere Spurlautprüfungen werden nicht nur von unseren Hundeführern, sondern auch von anderen Sektionen geschätzt.

 

Die Reviere werden uns durch unsere Mitglieder für die jährlichen 3 bis 4 Spurlautprüfungen, 2 bis 3 Anlagenprüfungen, 1 Wasserarbeitsprüfung und eine VGP auch getrennt als POE und  NBP zur Verfügung gestellt oder vermittelt, wofür ich mich sehr herzlich bedanke:

 

Spurlautprüfungen:

Herr Reinhard Stidl, Pillichsdorf

Herr Leopold Fischer, Inning

Herr Leberbauer, Mannsdorf

Herr Maleschek, Rammersdorf

Herr Lagler und Herr Lehner, Grossmugl

 

Anlagenprüfungen ober und unter der Erde, Hauptprüfungen (VGP):

Herr OFö Walter Rosenmayer, Revier Stift Göttweig

Herr Graf Wurmbrand-Stuppach, Eigenjagd Lanzenkirchen

 

Prüfung ober der Erde und Naturbauprüfung:

Herr Dr. Michael Hahn, Seebenstein

Herr leopold Rosenbaum, Rohrbach a.d. Gölsen

 

Wasserarbeitsprüfung:

Herr Dkfm Frank, Klosterneuburg

Herr Karl Hanser, Franzen

 

Besonders hervorheben möchte ich auch noch Herrn Wilhelm Fröhlich, Gründungsmitglied der Sektion, der uns nicht nur von Anfang an in Pottendorf Spurlautprüfungen ermöglichte, sondern auch die Reviere Puchberg/Schneeberg für die VGP und das Helenental für die Europapokalprüfung 1998 vermittelte. Unter großer internationaler Beteiligung konnte hier ein österreichischer Dachshund den 1. Platz erringen.

 

Höchste Prüfungserfolge: bei der derzeit höchstwertigen Prüfung - der Europapokal Vielseitigkeitsprüfung konnte im Jahre 1995 Herr Walter Luef mit der RD-Hündin Teresa von Fittibaldi den Siegertitel erringen.

 

Auch führten einige Mitglieder ihren Hund zum Titel Österreichischer Gebrauchssieger oder Internationaler Arbeitschampion. Hier seien die Zwinger "von Wildungsmauer",  Mf Karl Gesperger, "von Münichsthal", Herr Johannes Rus, "vom Luftschloss", Frau Renate Lang, "von Fittibaldi" Frau Mf Erna Zeiler, genannt.

 

Praxis:  Beim NÖ Landesjagdverband sind als Bereichshundeführer für Nachsuchen gemeldet:

Erich Frank mit RD Britta von Fittibaldi

Franz Grundner mit RD Vroni von Fittibaldi und Giftl vom Tannenwichtl

Karl Gesperger mit LD Nevy von Wildungsmauer und Ornessa von Wildungsmauer

 

In den letzten drei Jahren entwickelten sich die sogenannten "revierübergreifenden Baujagden" - ausgehend von Hegeringleitern zur Bejagung des Winterfuchses (Fuchssprengen) - bei denen regelmäßig einige unserer Hundeführer erfolgreich zum Einsatz kommen. Bei der Bezirksbaujagd in Gänserndorf waren es zB 12 Dachshunde, die neben zahlreichen Terriern durchaus bei der Jägerschaft einen positiven Eindruck hinterlassen haben. Derzeit besteht eine Liste von 15 HF mit zu dieser Art Baujagd geeigneten Hunden. Da das Interesse aber groß ist, wird dieser Bereich in Zukunft sicher ausgebaut werden. Auch für den Welpenabsatz ein interessanter Aspekkt.

 

 

Als Zusammenfassung möchte ich nur kurz an unser - aller - Motto erinnern:

 

Züchten, führen und erhalten wir unseren Dachshund in seiner schönsten Form und besten Leistung.